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Rechnung Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer

Kleinunternehmer oder Unternehmer – Rechnung mit oder ohne Mehrwertsteuer?

Kleinunternehmer dürfen sich im deutschen Recht einer Sonderstellung erfreuen. Bei der Erstellung einer Rechnung hat der Kleinunternehmer zwei verschiedene Auswahl Möglichkeiten, die er jedoch vor Geschäftsbeginn festlegen muss. Entweder der Kleinunternehmer erstellt immer eine Rechnung mit Mehrwertsteuer, oder er erstellt immer eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Thema Kleinunternehmer und Rechnungstellung zusammengefasst. So können Sie schnell selbst abwägen, welche Art der Rechnungstellung für Ihr Unternehmen geeignet ist. Beantwortet werden folgende Fragen:

Wer darf eine Rechnung ohne Mwst, bzw. Rechnung ohne Umsatzsteuer erstellen?
Was muss bei der Erstellung einer Rechnung ohne Mehrwertsteuer beachtet werden?
Wer darf überhaupt Mwst. bzw. Umsatzsteuer in Rechnung stellen?
Welche Anforderungen gelten zur Rechnungstellung für Kleinunternehmen?
Ab wann muss Umsatzsteuer – Mehrwertsteuer bezahlt werden?
Wie kann man von der Kleinunternehmerregelung zur Umsatzsteuerpflicht wechseln?
Was empfehlen wir unseren Kunden bei der Frage zur Kleinunternehmerregelung.

Wer darf sich als Kleinunternehmer bezeichnen? 

Nach der Kleinunternehmerregelung § 19 UStG (http://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html ) dürfen Sie sich als Kleinunternehmer bezeichnen, wenn Ihr Umsatz (inklusive Umsatzsteuer) im Vorjahr weniger als 17.500,- EUR betrug. Der Umsatz (inklusive Umsatzsteuer) im laufenden Geschäftsjahr darf den Grenzbetrag von 50.000,- EUR nicht übersteigen. Halten Sie diese Grenzen ein, dürfen Sie sich Kleinunternehmer nennen.

Ich bin Existenzgründer, wie kann ich die Kleinunternehmerregelung nutzen?

Hier gelten die oben genannten Grenzbeträge zur Kleinunternehmer Regelung. Der Umsatz für das erste Geschäftsjahr wird geschätzt und im Betriebseröffnungsbogen vom Finanzamt erfasst. Sie sollten ihren Umsatz jedoch realistisch einschätzen, da Sie sonst Nachteile erhalten, wenn Sie einen Umsatz von 15.000 Euro im Jahr schätzen, aber 200.000 Euro erwirtschaften.

Welche Vorteile habe ich von der Kleinunternehmerregelung?

Ein Kleinunternehmer darf bei der Erstellung der Rechnung die Mehrwertsteuer nicht ausweisen, aber im Gegenzug vom Finanzamt auch keine Vorsteuer einfordern. Der Kleinunternehmer wird umsatzsteuertechnisch wie ein normaler Verbraucher behandelt und muss/darf keine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt abgeben. Durch die vereinfachte Erstellung der Rechnung fällt weniger Bürokratie an. Eine enorme Erleichterung und zudem eine Eliminierung von Fehlermöglichkeiten in der Abrechnung mit dem Finanzamt. Die vereinfachte Rechnung kann ein großer Vorteil für den Kleinunternehmer sein, denn auch Einsparungen der Steuerberaterkosten sind dadurch möglich. Der Kleinunternehmer erstellt also eine Rechnung ohne Mwst. bzw. eine Rechnung ohne Umsatzsteuer.

Ein Praxisbeispiel, verdeutlicht die verschiedenen Rechnungsarten und die Konsequenzen für den Kleinunternehmer.

Kleinunternehmer Erstellung Rechnung

Die Rechnung für den Kleinunternehmer ohne Mwst.:

Als Kleinunternehmer erwerben Sie einen PC zum Kaufbetrag von brutto 4.000,- EUR. Vom Händler erhalten Sie eine Rechnung über den Nettobetrag von 3.361,45 EUR plus 19% Mehrwertsteuer, 638,64 EUR. Der ausgewiesene Bruttobetrag der Rechnung von 4.000,- EUR ist von Ihnen zu bezahlen. Erstellen Sie als Kleinunternehmer Ihrem Kunden eine Rechnung, dann berechnen Sie den Bruttobetrag zum Beispiel über 4.500,- EUR ohne die Mehrwertsteuer auszuweisen. Der Bruttobetrag ist zu 100 Prozent Ihre Einnahme.

Die Rechnung für ein Unternehmen mit Mwst.:

Beim gleichen Einkauf kann der Unternehmer die Mehrwertsteuer von 638,64 EUR aus der Einkaufsrechnung beim Finanzamt einfordern. Der Unternehmer erhält die Vorsteuer zu 100 Prozent zurück. Er bezahlt tatsächlich für den PC nur den Nettobetrag der Rechnung von 3.364,45 EUR. Erstellt der Unternehmer eine Rechnung an seinen Kunden über den Bruttobetrag von 4.500,- EUR, bezahlt er im Gegenzug die ausgewiesene Mehrwertsteuer an das Finanzamt zurück. Seine Einnahme ist der Nettobetrag von 3.781,51 EUR.

Rechnung ohne Mwst. – Rechnung ohne Umsatzsteuer – Ausnahmen

Es dürfen also nur Kleinunternehmer im Sinne des $ 19 UStG keine Mehrwertsteuer bei einer Rechnungserstellung angeben. Sie dürfen dann auch nur eine Rechnung ohne Umsatzsteuer erstellen und dürfen im Umkehrschluss natürlich auch keine Vorsteuer aus Eingangsrechnungen in Abzug bringen. Dies ist der Hauptgrund, warum viele Existenzgründer auf die Kleinunternehmer Regelung und die Rechnung ohne Umsatzsteuer verzichten. Denn wenn Sie Produkte und Waren einkaufen, vor allem teuere wie Regale oder Waren, können Sie keine Vorsteuer in Abzug bringen. Und hier gibt es noch eine weitere Hürde. Wenn Sie auf Ebay über Jahre eine Vielzahl von Produkten verkaufen und versteigern, kann später im Sinne des UStG eine unternehmerische Tätigkeit vorliegen. Das Finanzamt kann dies später als unternehmerische Tätigkeit ansehen und durch die plötzliche Umsatzsteuerpflicht ist nun auch der Überschuss der Einnahmen der Einkommenssteuer zu unterwerfen.

Wann empfehlen wir eine Rechnung ohne Mwst. bzw eine Rechnung ohne Umsatzsteuer?

Unseren Klienten raten wir grundsätzlich davon ab, bis auf einige Ausnahmefälle wie der Putzfrau. Sobald Sie jedoch mit Waren handeln, oder das Geschäft von Anfang an professionell dastehen soll, empfiehlt sich die Rechnungsstellung mit Mwst. und der Verzicht als Kleinunternehmer.

Vorteile – Nachteile der vereinfachten Rechnung ohne Mwst. für Kleinunternehmer

Als Unternehmer sollten Sie Für und Wider der Kleinunternehmerregelung für Ihr Geschäftsmodell genau abwägen. Wenn Sie zu Beginn Ihrer Selbständigkeit hohe Investitionen tätigen, ist es ratsam auf die Sonderstellung als Kleinunternehmer zu verzichten. So können Sie die anfallende Mehrwertsteuer vom Finanzamt einfordern.  Über die monatlich oder vierteljährlich anfallende Umsatzsteuervoranmeldung teilen Sie dem Finanzamt die Differenz der Umsatzsteuer aus Ihren Einnahmen und Ausgaben mit und erhalten diese direkt auf Ihr Unternehmenskonto ausbezahlt. Entscheiden Sie sich gegen die Kleinunternehmer Sonderstellung, so ist diese Entscheidung für fünf Jahre bindend.

Als Kleinunternehmer haben Sie eine ordnungsgemäße Rechnung für Ihre Kunden zu erstellen. Zu den Grundpositionen der Rechnung gilt es folgendes zu beachten.

  1. Sie dürfen auf der Rechnung keine Umsatzsteuer ausweisen. Sie schreiben nur den Bruttobetrag auf die Rechnung. (Rechnung ohne Umsatzsteuer)
  2. Auf der Rechnung ist auf die Kleinunternehmerregelung hinzuweisen. Zum Beispiel mit diesem Satz: „Im ausgewiesenen Betrag ist gemäß § 19 UStG keine Umsatzsteuer enthalten“.

Durch die vereinfachte Rechnung werden Sie sofort als Kleinunternehmer eingestuft und der Empfänger kann keinen Umsatzsteuerabzug beim Finanzamt geltend machen. Auf der Rechnung ist Ihre Steuernummer anzugeben. Dadurch sieht natürlich aber auch ihr Geschäftspartner, dass Sie unter 17.500 Euro Umsatz liegen und wird Sie ggf. nicht ernst nehmen. Denn vor allem wenn Sie einen hochwertigen Internet Auftritt haben und auch sehr professionell auftreten, fällt es sehr negativ auf, wenn sich später heraus stellt, dass Ihr gesamter Umsatz nicht einmal diese Schwelle überschreitet. Sie sind damit sehr gläsern und wirken recht schnell umprofessionell. Denn von diesen Einnahmen kann niemand in Vollzeit eine Selbständigkeit betreiben.

3 Pfeile

Fazit: Beantragen Sie als Kleinunternehmer eine Umsatzsteuer Identifikationsnummer. Sie brauchen so Ihre private Steuernummer nicht auf der Rechnung zu veröffentlichen und schützen sich vor Missbrauch. Außerdem ist für den Einkauf und Verkauf innerhalb der EU die Umsatzsteuer ID erforderlich, damit Sie sich als Unternehmer identifizieren können. Eine Rechnungserstellung mit Umsatzsteuer ist ein Zeichen von Professionalität.

Es lohnt sich von Anfang an das Geschäftsmodell Kleinunternehmer zu überdenken. Kleinunternehmer bedeutet weniger Bürokratie, doch bei hohen Investitionen entsteht schnell ein Nachteil für Sie. Erstellen Sie für Ihr Unternehmen einen Business und Investitionsplan, so erkennen Sie sofort welche Ausgaben anfallen werden und ob die Kleinunternehmerregelung für Sie in Frage kommt. Brauchen Sie Unterstützung bei der Unternehmensgründung? Fragen zur Erstellung einer Rechnung ohne Mwst.? Dann kontaktieren Sie uns. 

35 Comments
  • Wolf Juliane on Januar 12, 2016

    Hallo, ich bin nun mittlerweile irretiert ob ich die erste Rechnung mit MwSt erstelle oder nicht. Mein mann hat ein Kleingewerbe im Bereich Bau angemeldet. Jetzt habe ich nun meine erste Rechnung due ich schreiben soll. Vielleicht könnt ihr mir helfen .. lieben Gruß

    • Roger Taiber on Januar 13, 2016

      Also es kommt auf den Umsatz im ersten Jahr an. Sie können aber nur eine Rechnung mit MwSt. erstellen, wenn Sie sich vorher auch eine MwSt. Nummer zugelegt und beantragt haben.

    • Vic Fab on Oktober 9, 2018

      Guten Morgen,
      ich habe mich letzte Woche Selbstständig gemacht und habe nun eine Frage bei der Angabe der Preise auf der Rechnung:
      Ich würde gerne mit Mwst auspreisen. Also bei 500 Euro dann 595 Euro brutto.
      Was muss ich denn dann tatsächlich versteuern? Und schreibe ich auf die Rechnung MWST oder Umsatzsteuer? Muss ich die Umsatzsteuer im Voraus an das Finanzamt zahlen? Oder am Jahresende? Macht es Sinn, Rückstellungen zu bilden?

      Vielen Dank und wirklich eine prima Seite!

      • Roger Taiber on Oktober 16, 2018

        Guten Tag,
        wenn Sie die Rechnung mit MwSt. erstellen, müssen Sie auch zzgl. 19 % MwSt. ausweisen. Sie schreiben MwSt. Sie zahlen die Umsatzsteuer entweder jeden Monat, alle drei Monate oder einmal im Jahr. Das legt das Finanzamt fest. Denn Sie müssen zuvor eine Umsatzsteuer Nummer beantragen. Ohne diese können Sie keine Rechnung mit MwSt. erstellen.

        Wenn Sie Einnahmen haben, tragen Sie im Kassenbuch die 595 Euro ein und lassen in einer zweiten Zeile ausrechnen wie hoch die Umsatzsteuer war. Dann tun Sie sich bei der Umsatzsteuerberechnung einfacher, da Sie dann nur die Zahlen zusammen zählen müssen.

        Wenn Sie höhere Einnahmen als Ausgaben haben, müssen Sie unbedingt Geld zur Seite legen. Keine Rückstellung aber eben die 19 %. Ideal für Existenzgründer ist die Umsatzsteuer monatlich bis zum 15. ten zu bezahlen. So bekommen Sie keine finanziellen Schwierigkeiten.

  • Edda on Februar 9, 2016

    Wenn der Umsatz im ersten Jahr als Kleinunternehmer bei 15.000 Euro lag, im zweiten bei ca 30.000 Euro und ebenso auch im dritten Jahr bei ca 30.000 Euro liegen wird – ist man dann immer noch Kleinunternehmer im Sinne des $ 19 UStG?

    • Roger Taiber on Februar 11, 2016

      Guten Tag, leider nicht, da sie im vorangegangenen Jahr nicht weniger als 17.500 Euro erwirtschaftet haben. Im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro
      und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro. Das UND bedeutet, dass beides zutreffen muss.

      • Edda on Februar 12, 2016

        Vielen Dank, eine Anschlussfrage: wenn man die Grenze von 17.500 Euro einmal überschritten hat und dadurch in den folgenden Jahren die Umsatzsteuer an das Finanzamt weitergeben muss, ist man dann ständig von der Kleinunternehmerregelung ausgenommen oder gilt diese wieder wenn man zwei Jahre in Folge wieder unter 17.500 Euro Umsatz/Jahr liegt?

        • Roger Taiber on Februar 13, 2016

          Guten Tag, da müssten Sie Ihren Steuerberater fragen. LG Roger Taiber

  • Roger Taiber on März 31, 2016

    Guten Tag, weis jetzt nicht was Sie meinen. Zur späteren Versteuerung der Einkommenssteuer wird das zusätzlich verdiente zum Gehalt mit dazu gerechnet.

  • Chris on April 25, 2016

    Wie kommen Sie in dem zweiten Rechen-Beispiel auf einen Nettobetrag von 3781,51€?

    • Roger Taiber on April 26, 2016

      Auf welchen kommen Sie?

  • Schmidbauer Thomas on April 28, 2016

    Hallo eventuell kann mir jemand weiterhelfen ich betreibe nebenberuflich ein Gewerbe Verkauf von Motorradteilen und Zubehör mit Onlineshop,
    Ich habe bis Dato die Kleinunternehmer Regelung $19… jetzt möchte eine Firma bei mir kaufen braucht aber eine Rechnung mit ausgew. MwSt…ich wollte jetzt Umstellen weil ich ja auch dauernd Ware beim Großhändler Einkaufe und auch dauernd Ausgaben habe Verpackung Versandmaterial etc wo auch immer 19% erhoben werden…
    Wie soll ich vorgehen ?
    Danke Thomas

  • Mira on August 10, 2016

    Hallo,
    ich bin Kleinunternehmerin und habe damit eigentlich keine Problem. Jetzt ist mir aber schon zum 2. Mal ein Kunde begegnet, der mit mir nicht zusammen arbeiten will, weil er eine Rechnung mit Mwst haben will?? Was hat das zu bedeuten? Welche Vorteile haben denn diese Kunden davon, wenn es allen andren egal ist?
    Grüße, Mira

    • Roger Taiber on August 10, 2016

      Wirkt leicht unprofessionell und man weiss, dass Sie nur wenig Geschäft machen. Das Sie eben nur eine kleine Firma sind. Das ist so ähnlich, als wenn ein Continental Geschäftsführer mit einem Polo kommen würde und sagt, es ist sein Firmenwagen. Das hat rein gar nichts mit seiner Qualifikation zu tun, aber die Menschen machen sich eben so Ihre Gedanken. Ist ist eine Art Statussymbol für eine Firma. Umstellen auf mit MwSt. ist einfach und hat vom Prinzip keinerlei Nachteile, wenn Sie auch einkaufen.

  • Karo on November 11, 2016

    Ich bin vom Finanzamt von der Umsatzsteuer befreit. Meine Rechnungen stelle ich dementsprechend ohne Mwst. Aber wie sieht es bei meinen Ausgaben aus, z.b. Fachbücher etc. Wenn das Buch Brutto 20 Euro kostet und Netto 18,68 Euro, targe ich dann bei meinen Ausgaben den Bruttowert ein oder den Nettowert?

    • Roger Taiber on November 19, 2016

      Den Bruttowert. Da Sie von der Umsatzsteuer befreit sind, können Sie auch keine Umsatzsteuer abrechnen. Und da Sie 20 Euro für das Buch bezahlt haben, müssen Sie auch die tatsächlichen Kosten im Kassenbuch unter Ausgaben eintragen. Theoretisch könnten Sie auch 18,68 Euro eintragen aber sich selbst um 19 % bringen. Denn dann hätten Sie niedrigere Ausgabe und letztendlich einen höheren Gewinn.

  • Julia B on Juli 12, 2017

    Danke für den hilfreichen Beitrag. Verstehe ich das richtig, dass ich als Kleinunternehmer statt 500,00 Netto 595 Euro Brutto auf die Rechnung schreibe und dann den §19, dass keine UST ausgewiesen wird? Ich glaube, ich habe es bisher falsch gemacht und immer nur den Nettobetrag verlangt/ aufgeschrieben. Danke für Ihre Hilfe! Julia

    • Roger Taiber on Juli 29, 2017

      Hallo, Du solltest weiterhin den Nettobetrag aufschreiben. Die restlichen 95 Euro kann er ja nicht von der Steuer absetzen, da Du ja keine MwSt. ausweist. Vom Prinzip machst mit dem Kunden einen Preis aus wie 250 Euro. Und genau die berechnest dann.

  • Marcus N on Januar 31, 2018

    Hallo,
    habe ich das jetzt richtig verstanden: Wenn ich im vergangenen Jahr 17.000 € eingenommen habe, in diesem Jahr 40.000 €, muss ich im nächsten wieder unter 17.500 € landen und kann dann wieder im darauf folgenden Jahr bis 50.000 € erwirtschaften und so weiter… Ist das so richtig?

    • Roger Taiber on Februar 8, 2018

      Guten Tag, das würde dann keinen Sinn ergeben wenn Sie 40.000 Euro einnehmen, die Vorsteuer nicht abzuführen. Sie würden vermutlich Geld verschenken. Aber in so einem Fall bekommen Sie im dritten Jahr ein Schreiben vom Finanzamt und die sagen dann was Sie nicht mehr dürfen. Wenn Sie 40.000 Euro einnehmen, sind Sie weit von der Regelung als Kleinunternehmer weg und sollten umstellen.

  • Marcel on Februar 8, 2018

    Hi. Was ist wenn ich als gründer direkt mit der ersten rechnung an mwst ausweise aber trotzdem im 1. Jahr unter 17500 komme.was dann?

    • Roger Taiber on Februar 9, 2018

      Hallo, wenn Sie sich für diese Variante entscheiden passiert gar nichts. Sie setzen die Vorsteuer ab und stellen die Rechnung mit MwSt. Alles super auch bei 500 Euro Jahresumsatz.

  • Andreas on Februar 18, 2018

    Kleinunternehmer/Umsatzsteuer. Ich plane, gelegentlich und unregelmässig in verschiedenen Sparten als Einzelperson auszuhelfen: Reiseberatung, Mietwagenabholung, Grossputz, Gartenarbeiten, Belegaufbereitung, Kundenkontaktpflege des Auftraggebers. Ich möchte wenn möglich keinerlei Anmeldung oder bürokratische Zwänge. Planung ist die Ausstellung einer Privatrechnung ohne Mwst gem §19…..und anderen Vorschriften der Rechnungslegung (Zeit, Lohn/Std etc..) und die Rechnungen

    – meiner Einkommenssteuer beizulegen.

    Geht das in dieser Form. Ich habe bei der Recherche eine

    -Jahreshöchstgrenze von ca 780,- (Kleinunternehmer 17.500)

    gefunden. Kann das so laufen?? Danke für eine Bestätigung bzw Richtigstellung . Andreas

    • Roger Taiber on Februar 22, 2018

      Hallo, ohne bürokratische Zwänge geht in Deutschland nichts. Eine Rechnung ohne MwSt. als Kleinunternehmer ist möglich. Jedoch müssen Sie auch hier die rechtlichen Vorschriften einhalten. Kunden können Ihre Dienstleistung ja von der Steuer absetzen. Wenn Sie ein Kassenbuch führen, tragen Sie den Gewinn bei der Einkommenssteuer mit ein. Das geht alles relativ einfach mit wenig Aufwand

  • Alexandra on März 15, 2018

    Sehr geehrter Herr Taiber,
    ich biete gelegentlich auf Ebay Lektorat-Arbeiten an: erstellen von Texten, ppt-Präsentationen, Exposés, Korrekturlesen etc. Im Schnitt sind es 1-2 Arbeiten im Monat (ca für 250-300 Euro), also jährlich würde ich nicht über 6000 Euro kommen. Hauptberuflich bin ich in einem Angestelltenverhälnis (Lohnsteuerpflichtig). Ich würde gerne ein Kleinunternehmen anmelden, da ich die Nebenbeschäftigung mittlerweile regelmäßig anbiete und immer mal Aufträge bekomme. Wäre es sinnvoll ein Kleinunternehmen nach §19 UstG ohne Mwst. zu gründen oder sollte ich die Rechnungen immer mit Mehrwertsteuer schreiben? Wie gesagt, es werden nicht mehr als 6000 Euro im Jahr sein, weil es rein nebenberuflich ist. Es besteht auch nicht die Absicht die Tätigkeit irgendwann hauptberuflich zu machen.
    Danke Gruss Alex

    • Roger Taiber on März 15, 2018

      Guten Tag, bei Ihnen ist es sinnvoll ein Unternehmen nach § 19 ohne MwSt. zu gründen. Sie haben ja keine Ausgaben und hätten Sie höhere Ausgaben als Einnahmen, so wäre der andere Weg sinnvoller. Bedenken Sie, dass Sie beim erstellen von Texten ggf. zur Künstlersozialkasse Kontakt aufnehmen.

      • Jupp on Oktober 18, 2018

        Hallo.. ich hätte auch eine Frage unzwar sagen wir mal so das ich ein normales Gewerbe eröffnet habe quasi ein kein Kleinunternehmer und verdiene trotzdem unter 17500€ muss ich trotzdem steuern zahlen trotz das ich MwSt einkassiert habe?
        Vielen Dank im Voraus

        • Roger Taiber on Oktober 20, 2018

          Ja, wenn Sie sich entschieden haben, müssen Sie die Rechnungen auch mit MwSt. ausstellen. Dann gibt es kein zurück mehr.

  • Isabel on März 28, 2018

    Hallo, ich bin dabei ein Gewerbe auf Elster anzumelden, da ich neben meinem Studium als Hostesse auf Messen arbeiten möchte. Ich würde im Monat nicht über 500€ kommen. Werden von meinem Lohn irgendwelche Steuern abgezogen oder darf ich alles davon behalten?
    Danke schon Mal für die Antwort!

    • Roger Taiber on März 29, 2018

      Sie zahlen ganz normal Steuern. Ein Gewerbe kann man übrigens nicht auf Elster anmelden, sondern nur auf der Gemeinde. Arbeiten Sie nur für eine Firma sind Sie scheinselbständig. Ich befürchte, es lohnt sich nicht, hier selbständig zu machen. Lassen Sie sich auf geringfügiger Basis anstellen.

  • Simone on April 3, 2018

    Hallo, ich arbeite als freie Mitarbeiterin auf Stundenlohnbasis für einen Veranstalter. Der Stundenlohn beträgt lt. Vertrag 25€ inkl. MWST. Ich habe jedoch eine Kleinunternehmerregelung und bin somit USt-befreit. Muss mir der Auftraggeber die 25 € brutto für netto auszahlen oder muss ich bei der Rechnungsstellung in diesem Fall den Std.lohn um den MWST-Anteil reduzieren = 21,00 €? Herzlichen Dank vorab und viele Grüße, Simone
    PS: Übrigens eine tolle Seite mit vielen hilfreichen Informationen! 🙂

    • Roger Taiber on April 3, 2018

      Guten Tag,

      Sie können so einen Vertrag nicht unterschreiben, wenn Sie keine MwSt. ausweisen können. Jetzt ist es passiert und der Veranstalter wird Ihnen nur den Nettobetrag auszahlen. Sie müssen es Ihm jedoch jetzt gleich sagen, damit er Bescheid weiss. Dann hat er keinen Nachteil und Sie keinen Vorteil. Und Sie bleiben ehrlich.

  • Tina on April 21, 2018

    Hallo, wenn ich ab und zu als Korrekturleserin/Übersetzerin (vielleicht 100 EURO im Monat) Geld verdiene, muss ich dann bei der Gemeinde ein Gewerbe anmelden? Und wie schreibe ich eine Rechnung? Muss ich irgendeine Steuer ausweisen?

    • Roger Taiber on April 22, 2018

      Eigentlich rechnet sich das nicht. Also wenn Sie dann noch Steuer machen müssen, Gewerbe anmelden und Buchführung führen. Dann kommt IHK und sonstige Behörden, von denen Sie gar nicht wissen, dass es diese gibt. Rein rechtlich gesehen müssen Sie ein Gewerbe anmelden. Ich persönlich würd es nicht machen. Denn dann machen Sie Verlust.

  • Wallventuri on Juli 20, 2018

    Guten Tag,

    ein sehr lesenswerter Beitrag mit einigen praktischen Beispielen. Leider wird die andere Seite der Medaille nicht beleuchtet…

    Sie scheiben zwar, dass es kein gute Licht auf eine Firma wirft, die nur einen kleinen Umsatz hat und die „nicht einmal diese Grenze überschreitet“. Leider lassen Sie aber aus, wie man mit folgenden Fragen umgehen soll, wenn sie einem Umgang mit diesen kleinen Firmen begegnen:

    Hier einige ‚anonymisierte‘ Beispiele aus dem täglichen Leben 😉

    a) Die Firma ist (vielleicht) Kleinunternehmer
    ———————————————-
    … und schreibt keine Rechnung, sondern nur (auf Nachfrage?) auf einen Quittungsblock mit Stempel und Unterschrift. Weder auf der Quittung, noch auf dem Stempel ist ein Hinweis auf den Kleinunternehmerparagraphen. Weil es „einfach ist“(?), wird der Bereich MwSt auf dem Quittungsblock durchgestrichen.
    Die Blöcke Netto und Brutto werden mit den identischen Zahlen gefüllt.

    Es sieht sehr nach Kleinunternehmer aus (kleines Geschäft mit Einzelteilen), steht aber nicht auf der Quittung.

    => Wie also diese Rechnung / Quittung nun abrechnen?
    – (jedes Mal) Nachfragen, wenn ein Kandidat die MwSt durchstreicht, ob er Kleinunternehmer ist?
    – Was, wenn ich jemanden Bitte mir etwas mitzubringen und bekomme so einen Beleg? Den Bekannten wieder bitten zur Korrektur hinzugehen? Selbst hingehen? Quittung wegwerfen, weil man sie nicht abrechnen kann ODER weil der Aufwand zur Recherche zu groß ist?

    b) Ein Geschäft mit Registrierkasse (älteren Datums)
    —————————————————-
    … weist bei einem „Produkt“ aus „Presse 7 …. 5 Euro“ aus.

    Nun kann man raten, ob die kleine 7 (wenn man sie beachtet und findet) das Zeichen für die MwSt sein könnte. Die Gedanken der Hersteller von Kassensystemen gehören sowieso auf den Prüfstand! (Haltbarkeit der Thermopapierbons, Nachvollziehbarkeit der ausgedruckten Daten … alles sehr fragwürdig geplant. Und ein Servicemitarbeiter einer solchen Firma findet das vollkommen normal und sieht sich als Marktführer. Dabei sind alle gleich schlecht! AUCH bei der Programmierung.)

    Zusätzlich ist (mir) bekannt, dass die Kasse nicht GOBD-Konform ist. Die Umstellung auf solche Kassen ist dank einiger Hinweise der „beratenden Steuerberater“ mehr als schleppend. Die Steuerberater hoffen wohl immer noch noch auf ein Urteil in der EU zu 2022?!?!? Wie auch immer. Der Inhaber müsste wohl schon längst umgestellt haben und die Steuerberater treten ihre Mandanten nicht zum Glück. (Kasse + Software + Speicherkarten + Computer + 10 Jahre Archivierung)
    Die Verkäufer der Kassen berichten mir wiederum, dass sie die Informationen zu den GOBD-Kassen eingestellt haben, weil man ihnen vorwirft: „Du willst ja nur verkaufen!“ Da spart man sich die Arbeit und verkauft GOBD-konforme Kassen nur noch an Kunden, die explizit danach fragen. PRIMA!

    Und das Finanzamt wird auch nicht eigenständig tätig und informiert „unabhängig“ durch einen Kollegen, der einfach mal durch die Straßen schendert, die Ladeninhaber nacheinander besucht, die zu häufig im Ladengeschäft gefangen sind und kaum Zeit haben sich „für sowas auch noch“ zu informieren: „Mein Steuerberater hat gesagt, da passiert schon nichts!“ Das Finanzamt kommt dann einfach, prüft und straft ab, weil man angeblich durch Strafen abschrecken will.
    Ha ha, dass ich nicht lache! Das ist ungefähr so wirksam, wie das Verbot von Handys am Steuer. Da halten sich, dank der hohen Kontrolldichte, auch fast alle KraftfahrerInnen dran! Groß, klein, alt, jung, mit und ohne Bart, lange oder kurze Harre, Hautfarbe egal… alle telefonieren oder schreiben WhatsApp. Auch die Herren in den Lieferwagen von DHL und Co.

    Aber zurück zum Thema: Auf Nachfrage konnte der Verkäufer im kleinen Laden nicht sagen, wie das mit der MwSt aussieht und einen Quittungsblock hatte er ebenfalls nicht zu Hand. Ich sei seit 7 Jahren der erste, der nach einer Quittung mit MwSt fragen würde. Ah ja!

    c) ein Geschäft verkauft über die bekannte Plattform a.. des Herrn B.
    ———————————————————————
    … um zusätzliche Reichweite und Kunden zu erhalten.

    Auf der mitgelieferten Rechnung passen so gut wie KEINE Zahlen zusammen.

    Aktuell bin ich bei der 4. Nachfrage, nach einem rechnerisch korrekten Beleg. Als letzte Nachricht habe ich einen Kurzbrief mit einer Kopie der letzten fehlerhaften Rechnung bekommen, die die vorherige Rechnung scheinbar ersetzen sollte. Dazu der Hinweis: „Wenn Sie demnächst bei mir im Shop einkaufen, sind die Zahlen richtig und die MwSt korrekt ausgewiesen.“

    Das ist leider nur für die Zukunft möglich. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.
    Scheinbar hat sich ein „Amateur“ mit einer Textverarbeitung hingesetzt und malt die Rechnung über DREI Einzelteile jedes Mal mit der Hand. Wenn man nur alle Jubeljahre einen Neukunden gewinnt, dann mag das noch gehen. Ich fürchte aber, dass das Ziel, den Verkauf über diese Plattform zu erhöhen, genau den gegenteiligen Sinn hat: Es sollen ja mehr neue Kunden kommen. Und den Hinweis direkt im Shop zu kaufen, habe ich ja erst bekommen, als ich das 3. Mal nach einer korrigierten Rechnung fragte. Beim ersten Mal kam dieses Ansinnen nicht und die Folge müsste sein, dass die meisten Kunden weiterhin gemalte Rechnungen mit Fehlern bekommen.

    Selbst bei der Multiplikation von 2 Artikeln kommt am Ende ein krummer Betrag in der Zeile zustande. Mathematik 4. Klasse, oder mangelhafte Aufmerksamkeit?
    Die Zwischensumme (vor der MwSt) stimmt aber wieder – überraschender Weise!

    Leider kommen dann weitere Fehler bei Porto und Verpackung dazu und auch die MwSt passt nicht zum Gesamtpreis, der ausgerechnet wurde.

    Bei 1 Cent Rundungsfehler würde ich nichts sagen, aber wir sprechen hier über eine Gesamtsumme von 20 Euro und einen Rechenfehler von ca. 70 Cent.

    Der mehrfache Hinweis diesen Fehler aufzuarbeiten und auch einmal zurückliegende Rechnungen auf Differenzen bei der MwSt zu überprüfen und sich auf eine Korrekturmeldung beim Finanzamt vorzubereiten, sind bisher nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Sonst hätte ich ja jetzt eine korrekte Rechnung.

    JETZT wäre es angebracht zu sagen: Der Laden ist mist, das kaufe ich nicht mehr ein. Aber das Kind ist nun im Wasser und muss herausgezogen werden. Leider hat sich scheinbar KEINER der bisherigen Kunden nach einer Rechnung mit korrekten Zahlen erkundigt. Das passt zu dem anderen Laden, wo ich der erste seit 7 Jahren war.

    Scheinbar ist in der schönen Stadt Nürnberg (Anonymität mal durchbrochen) so etwas ohne Probleme über einen längeren Zeitraum möglich (Anmeldung auf der Plattform mindestens Anfang 2016) und Steuerberater und Finanzamt scheinen da kein Auge drauf zu haben. „Mir könnet alles außer Hochdeutsch!“, fällt mir da ein kommt aber aus einer anderen Gegend. Das Finanzamt beruhigt sich scheinbar damit, dass es „irgendwann einmal eine Kontrolle machen wird“ und dann wird zurückgerechnet und ggf. eine Strafe ausgesprochen.

    Dass man solche Fehler im Vorfeld vermeiden kann, bedenkt wohl keiner. Lieber noch mal ein neues Gesetz schreiben und Personal in der Verwaltung kürzen, die dann nicht beraten dürfen, wobei vieles sicherlich mit „einer Reihe von Auskünften“ erledigt werden könnte. Aber auch sowas bietet das Finanzamt scheinbar nicht (proaktiv und schon gar nicht offensiv) an.

    Und jetzt noch mal richtige Fragen
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    1. Bei der Beobachtung von diversen Händlern im privaten Umfeld
    —————————————————————
    … fällt mir auf, dass diese mit „Kleinstbeträgen“ (Rechnungen) reichlich schludrig umgehen. Der Schuhkarton mit der Zettelwirtschaft ist da noch die schönste Lösung. Scheinbar ist der Aufwand (eigene Verwaltung, Verwaltung durch den Steuerberater) zu hoch, als dass man „jede“ eigene Eingangsrechnung sammelt und zur Senkung des eigenen Einkommens anrechnet. Da wird dann schnell mal etwas „so bezahlt“ ohne eine Rechnung zu fordern / wünschen. Dabei macht häufig gerade das Kleinvieh den Mist.

    Im Vergleich zu den oberen Punkten ist das aber „Erdnüsse“.

    1b. Bei der Abrechnung in einem Imbiss fällt auf,
    ————————————————-
    … dass sich Leute häufig umentscheiden, ob sie IM Imbiss essen wollen oder ob sie das Essen mitnehmen wollen. Manchmal auch zwei mal… hin und her.

    Auch hier ist der Umgang mit der MwSt relevant, weil außer Haus 19% berechnet werden, während im Haus 7% gelten. Entscheidet sich der Kunde nach der Bestellung um, so müsste man eigentlich ein Storno / eine Korrekturbuchung machen.
    Wenn dann bereits ein weiterer Kunde seine Bestellung aufgegeben hat, so sehe ich schwarz, dass es auch nur eine Registrierkasse gibt, die in der Lage ist eine Rechnung mit 7% auf 19% umzubuchen oder umgekehrt.

    All diese Fehlbuchungen dürften sich im Tagesmittel sicherlich auflösen. Aber korrekt ist es nicht.

    1c. Süßkartoffeln haben lt. Gesetz
    ———————————-
    … einen abweichenden Steuersatz von IMMER 19%. Komisch, dass der Lieferant der tiefgefrorenen Süßkartoffel-Pommes lediglich 7% berechnet und auch beim Verkauf der zubereiteten Pommes müsste die Berechnung nachvollzogen werden (können).
    Hier stellt sich die Frage, ob durch das Einfrieren und Eintüten aus den Süßkartoffeln ein anderes Produkt wird. „Süßkartoffel-Pommes“ vielleicht?

    2. Interessant für diesen Text mit der MwSt
    ——————————————-
    … wäre vielleicht auch noch der Aspekt gewesen: Was passiert mit einer Rechnung, die man sowohl beruflich, als auch privat nutzen kann (Telefon (das Telefon selber und der Vertrag, Internet, das Auto lass ich mal weg, weil die Abschreibung oder Leasingmöglichkeit noch dazu kommen und der Preis ist eine ganz andere Kategorie, obwohl die Abrechnung / Kriterien der Anerkennung identisch sein sollten ) …

    Ich bleibe also bei Handy, Telefon & Internet: Wie ist das da mit der MwSt? Teile „ich“ dann 50/50? … 60/40 … 70/30? Oder ist das komplett „immer privat“?

    Hier gäbe es ja noch die Varianten:
    – Ein Telefon mit Dual-Sim
    – 2.tes physikalisches Telefon
    Bei Flatratetarifen muss man immerhin nicht mehr jedes Telefonat über Einzelverbindungsnachweise ausfiltern.
    – Verträge mit mehreren Sims.

    2b. Wenn ein Artikel über mehrere Jahre abgeschrieben wird… wird die MwSt aber trotzdem sofort komplett abgezogen. Klingt jedenfalls logisch. Die MwSt ist ja schon bezahlt worden und die Abschreibung zielt ja auf das Einkommen ab.

    2c. Wenn aber ein Artikel der abgeschrieben werden kann über mehrere Jahre abgeschrieben wird und dann das Kriterium „privat und beruflich“ dazu kommt. Wird die Berechnung dann schwerer?

    Grundidee I:
    ————
    Kaufpreis 1200 € …. 50 privat / 50 beruflich
    Schritt 1: 19% MwSt abziehen = ~1000 € netto
    Schritt 2: 1000 € netto auf 500 € beruflich und 500 € privat teilen
    Schritt 3: 500 € auf zB 48 Monate verteilen (lt. AfA-Tabelle) und im 1. Jahr die Anzahl der Monate anrechnen, die das Gerät da war. Also für September dann eben nur 4 Monate.

    Oder muss man erst beruflich und privat teilen und dann erst die MwSt ziehen?
    Grundidee II:
    ————-
    Kaufpreis 1200 € …. 50 privat / 50 beruflich
    Schritt 1: 1200 € auf 600 € beruflich und 600 € privat teilen
    Schritt 2: 19% MwSt abziehen von 600 € = 500 € netto und 100 € MwSt
    Der private Anteil der MwSt bleibt ja an der Privatperson kleben.
    Dann Schritt 3 mit der Abschreibung

    Bei den monatlichen Rechnungen wird es ähnlich rechenintensiv….

    3. Welche Kriterien muss ein Handy / Telefon erfüllen,
    ——————————————————
    … damit es als beruflich anerkannt wird? Wenn der Imbissbesitzer mit seinem Fahrradfahrer telefonieren muss oder wenn Gutscheine über einen QR-Code abgerechnet werden, ist das Telefon beruflich notwendig. Für Kundenkontake oder Bestellungen bei Dienstleistern ebenso…. Der Steuerberater eines Bekannten sieht das wohl anders und „akzeptiert“ das Telefon nicht.

    Zu bedenken wäre dann noch die Variante mit mehreren Sim-Karten pro Vertrag (Familie), von der nur eine privat UND geschäftlich genutzt wird.
    Da macht das Berechnen der Anteile (bei Kauf und der monatlichen Abrechnung) sicherlich viel Spaß!

    Muss es ein „angemessenes Dienst-Handy“ sein, damit man die MwSt (voll) ziehen kann? Oder darf es auch ein „aktuelles Luxus- Ihh-Fone“ sein? Da ist der Anteil der MwSt natürlich überproportional höher, als bei einem Gerät, das gerade einmal telefonieren kann und ein zusätzliches Display und Kamera hat.
    Gibt es also bei der Anerkennung solcher Spielzeuge Grenzen und wie ändern sich die Kriterien (regional: Hamburg, München oder Bielefeld / von Jahr zu Jahr / von Finanzamt zu Finanzamt)?

    ===
    Hier hätte ich mir doch einige Hinweise zum Umgang mit solchen „Fällen“ in Ihrem Text gewünscht und damit mein Kommentar nicht noch länger wird… SCHLUSS für jetzt 😉
    Diclaimer: Ich bin aber heute das erste Mal hier und muss mich mal umgucken, ob ich zu anderen Fragen noch interessante Beiträge zu den aufgeworfenen Fragen finde. 😉 Eigentlich war ich nur auf der Suche nach der MwSt. :O

    schöne Grüße, schöne Woche…

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